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Die benigne (Gutartige) Prostatahyperplasie (Prostatavergrößerung) ist das häufigste Prostataleiden. Bei den meisten Männern beginnt ab 40 eine zunehmende Vergrößerung der Prostata. Gleichzeitg entsteht mit zunehmendem Alter ein immer größeres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken.
In Deutschland ist das Prostatakarzinom in letzter Zeit die häufigste bei Männern diagnostizierte Krebserkrankung , nicht zuletzt auch durch ein höheres Gesundheitsbewusstsein der männlichen Bevölkerung, insbesondere der jüngeren Männer ab 40. So war z.B. der derzeit jüngste Patient mit Prostatakrebs unserer Praxis bei Diagnosestellung 41Jahre alt, also deutlich unter dem Alter, ab dem eine gesetzliche Krebsfrüherkennung empfohlen wird! Nachgewiesen wird das Prostatakarzinom durch ein entsprechendes Ergebnis bei der Prostatabiopsie.
Nach dem Prostatakarzinom ist das Blasenkarzinom die zweithäufigste Krebserkrankung in der urologischen Praxis. Leider erkranken durch die in den letzten 20 Jahren gegenüber der männlichen Bevölkerung stark gestiegene Anzahl von Raucherinnen zunehmend auch Frauen an dieser oft erst spät erkannten und dann schwerwiegend verlaufenden Erkrankung. Im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge erfolgt keinerlei Früherkennung hinsichtlich dieser im Anfangsstadium schmerzlosen Erkrankung, d.h. die Patienten gehen oft erst dann zum Arzt, wenn Symptome einer fortgeschrittenen Erkrankung auftreten, wie z.B. sichtbar blutiger Urin.
Entsprechend den Richtlinien der gesetzlichen Krankenkassen werden aber nicht alle nach heutigem medizinischen Standard möglichen Krebsfrüherkennungs-Leistungen von der gesetzlichen Kasse im Rahmen der Früherkennung übernommen. Nicht übernommen wird z.B. die PSA-Kontrolle (Prostata-Spezifisches Antigen) zur Früherkenung von Prostatakrebs -Erkrankungen und zur besseren Einschätzung Ihres individuellen Prostatakrebs-Risikos. Ist der Wert erhört, muß manchmal zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms eine Prostatabiopsie durchgeführt werden.
Weitere sinnvolle Untersuchungen wie z.B. Sonografie der Harnorgane (Nieren und Harnblase) sowie die transrektale Prostatasonografie zur Größenbestimmung der Prostata (wichitg als Basis für die Beurteilung des PSA-Wertes) werden ebenfalls von der gesetzlichen Krankenkasse im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung nicht übernommen.
Ab 55 wird im Rahmen der Darmkrebsvorsorge der Stuhltest (Hämoccult®) nur noch alle 2 Jahre übernommen, auch wenn das Darmkrebsrisiko in diesem Alter steigt. Sollten Sie als Patient zudem die sicher sinnvolle Koloskopie (Darmspiegelung ) durchführen lassen, so übernimmt die gesetzliche Kasse 10Jahre lang überhaupt keine Kosten für den Stuhltest, d.h. Sie leben 10 Jahre im Ungewissen. Um diesem Umstand abzuhelfen, empfehlen wir trotzdem jährlich einen modernen, genaueren Stuhltest (z.B. Epi-Tuub®) zusätzlich oder alternativ zum üblichen Hämoccult®. Dadurch steigt die Sicherheit, ein Darmkarzinom oder die Vorstufe dazu so frühzeitig zu entdecken, so daß eine Heilung möglich ist.
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