Sterilisation

Kontakt und Terminvereinbarung:

Praxisstandort: Ärztehaus am Klinikum, 85049 Ingolstadt, Levelingstraße 21

Telefon: 0841-885587170      email: peter.schmauss(at)mvz-ingolstadt.de

Unsere Sprechzeiten:

Montag           8:00 - 13:00 und 14:00 - 18:00

Dienstag Donnerstag 8:00 - 13:00 und 14:00 - 17:00

Mittwoch Freitag    8:00 - 13:30

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Sollten Sie weiterführende Informationen zur Vasektomie - Vasotomie wünschen, so empfiehlt sich auch der Besuch unserer speziellen Webseite:

www.vasektomie-online.de

oder vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch in unserer Praxis.

In Deutschland sind zur Zeit 1,5 Millionen Frauen (8 % aller Frauen im reproduktionsfähigen Alter) sterilisiert, im Vergleich dazu: 0,5 Millionen sterilisierte Männer (ca. 2 % aller Männer).

Beim Mann ist eine Sterilisation einfacher, als bei einer Frau. Eine Sterilisation beim Mann wird Vasektomie oder Vasotomie genannt. Sie kann ambulant in einer Lokalanästhesie durchgeführt werden und dauert ungefähr 30 Minuten. Auf Wunsch kann der Eingriff auch in Vollnarkose durchgeführt werden, die Kosten für den Eingriff erhöhen sich dadurch.

Vorgehensweise
Nach Desinfektion und örtlicher Betäubung wird die Haut in der Mitte des Skrotums (Hodensack) punktiert und durch Spreizen einer kleinen Spezialklemme eine ca. 5-10mm große Öffnung geschaffen. Man nennt diese Methode “no-scalpel- vasektomie”, da bei ihr keinerlei Schnitt mit dem Skalpell erfolgt.. Durch diese Öffnung werden erst der eine, dann der zweite Samenleiter angeklemmt, durchtrennt und nach dem Abbinden der Enden werden diese so vernäht, dass sie in zwei unterschiedlichen Ebenen zu liegen kommen. Dadurch wird ein späteres Zusammenwachsen der Samenleiterenden mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert. Trotzdem sollten Sie 1 Jahr nach der OP eine dritte Samenprobe vornehmen lassen.

Sicherheit
Nach der OP sind Sie nicht sofort zeugungsunfähig. Da nur die Samenleiter durchtrennt werden, sind Sie nach der Vasektomie noch für einige Wochen zeugungsfähig. Das liegt daran, dass sich in den Samenblasen seitlich der Prostata noch längere Zeit befruchtungsfähige Samenzellen befinden. Diese müssen erst durch regelmässigen Geschlechtsverkehr oder Samenerguss verbraucht werden. Aus diesem Grund wird nach sechs und acht Wochen in einer mikroskopischen Spermakontrolle festgestellt, ob alle Samenzellen verbraucht sind, oder nicht. Bis zu dieser Zeit müssen Sie weiterhin normal verhüten. Sie selbst bemerken keinen Unterschied, da es weiterhin zu einem Samenerguss kommt und mit blossem Auge nicht festzustellen ist, ob die Samenflüssigkeit weiterhin befruchtungsfähigfe Samenzellen enthält.

Vorteile
Sexuell ändert sich nichts, der Samenerguss findet weiterhin statt und ist weder gefühlsmässig noch visuell vom Samenerguss vor der Sterilisation zu unterscheiden. Es gibt also keinen Grund, vor Potenzproblemen Angst zu haben. Sicherste Form der Verhütung!

Nachteile
Der Eingriff ist sehr sicher, das bedeutet aber auch dass er schwer rückgängig zu machen ist. Grundsätzlich ist das aber möglich, die Kosten für die Rückoperation werden aber in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.

Kosten
Die Krankenkassen dürfen die Kosten für die Operation außer in Ausnahmefällen nicht mehr übernehmen. Sie übernehmen aber die Kosten für die Vor- und Nachuntersuchung, für die präoperative Beratung und OP-Aufklärung, für evtl. notwendige Medikamente und eine evtl. erforderliche Krankschreibung. Ob in Ihrem Fall eine Übernahme der Kosten für die OP durch die Krankenkasse möglich ist, muss im persönlichen Gespräch geklärt werden. Ansonsten erfolgt die Berechnung anhand der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) zwischen dem Arzt und Patienten auf Privatbasis, d.h. Sie müssen einen Behandlungsvertrag wie Privatversicherte unterschreiben.

Für wen ist dieser Eingriff geeignet?
Grundsätzlich für jeden Mann ab 25, unabhängig ob Single oder in einer festen Beziehung lebend. Sie sollten sich vor dem Eingriff aber genau überlegen, ob Ihre Familienplanung definitiv abgeschlossen ist. Lassen Sie sich von niemandem zu einer Entscheidung drängen.